Am 26. September 2021 : Kraft-Orte rund um Grötzingen

Thema: Mann und Frau

Monsieur Grötzingen

Grötzingen ist ein wunderbarer Ort! Zudem spiegeln die Kunstobjekte und die Landschaft auf spannende Weise die Polarität –  das Thema Mann und Frau – : 

Es verbindet sich hier ursprüngliche Natur mit einem Dorf, das einfach ‚Spirit‘ hat. Und darum geht es am Sonntag: den Spirit kennenlernen und fühlen: Es geht an dem Tag auch, aber weniger, um Informationen für den Kopf – wie z.B. Geschichte des Ortes, der Kirche und des Schlosses sowie Kenntnis zu den Künstlerinnen, Wir machen eine andere Art der Stadtführung – mit Gefühl und Erfühlen von Orten.

Wir wandern vom Friedhof kommend, durch Grötzingens Süden über die Ev. Kirche und das Schloss Augustenburg einmal quer durchs „Badische Künstlerdorf“. Am Nachmittag spüren wir in die Weiblichkeit des Landschaftskörpers und besuchen gemeinsam in Stille die „Drachenschlucht“. Nach einer Austauschrunde geht es am Hang entlang zum Bahnhof.

Madame Grötzingen

Zur Mittagszeit gibt es die Möglichkeit am Marktplatz am „Kult-Ort und bei der Grötzinger Kult-Person“ „Abu“, dem „Grötzinger Pizza- und Dönerhaus“, zu essen. Für Mitgebrachtes Essen gibt es in der Nähe auch Sitzmöglichkeiten. Zu Ende der Tour liegt die „Eismarie“ kurz vor dem Bahnhof.

Entfernung: 8 km, leichter bis mittlerer Schwierigkeitsgrad

Start: Der Treffpunkt ist um 11 h an der Haltestelle Grötzingen-Krappmühlenweg.

Ziel bzw. Ende: gegen 16.30 h an der Haltestelle Bahnhof Grötzingen. (So kann, wer will, noch zur Bewegungsmeditation im Alten Friedhof)

Teilnehmerzahl: Max. 16 Personen, für Männer und Frauen. 

Bitte mitnehmen: Sitzdecke oder Kissen und Mückenmittel für die Schlucht

Gern nehme ich eine Aufwandsentschädigung / Energieausgleich in Höhe von 15 €.

Anmeldung unter: 

Email: info@mensch-und-raum.eu  oder

Mobiltelefon: 0176 . 27 22 68 53

Teilweise laufen wir auf den Spuren des wunderbaren Projektes der Ev. Landeskirche Baden, dem Evangelischen Frauenpilgerweg PILGER.SCHÖN!

Das Pilgerinnenhandbuch dazu ist gerade im Bearbeitung. Weitere Informationen hierzu unter: www.pilgerschoen.de

Am 29. August 2021: Kraft-Orte zwischen Gernsbach und dem Kloster Lichtenthal Baden-Baden

Thema Frauenkraft

Frauengrundweg Gernsbach

Wir starten am Bahnhof Gernsbach und erfreuen uns sogleich am wunderbaren Katz’schen Garten. Nach dem Besuch des Landschaftszentrums besuchen wir die Jakobskirche , Ursprungskirche der Stadt sowie Grablege der Grafen von Eberstein. Von dort wandern wir auf dem Frauengrund-Weg zum Ort Müllenbild-Nachtigall. Hier besteht im hervorragenden Restaurant Möglichkeit zum Mittagessen ( Es gibt dort auch vegetarische und vegane Gerichte). Sitzmöglichkeiten für Mitgebrachtes sind ebenso in der Nähe vorhanden. 

Über schöne Waldwege erreichen wir das idyllische Märzenbachtal und gehen weiter zu einem recht unbekannten dennoch starken Kraftort. 

Von dort ist es nicht mehr weit zum wunderbaren Kloster Lichtenthal. Bei rechtzeitiger Ankunft können wir dort noch die Klosterkirche besuchen und ihre besonderen Qualitäten spüren und/oder im Café Lumen den Tag ausklingen lassen.

Auf der Wanderung kommen wir an einem „Seelenort“ vorbei. Wer einem Verstorbenen gedenken möchte, kann hier einen Stein/Blume o.ä. niederlegen. 

Entfernung: 11 km, leichter bis mittlerer Schwierigkeitsgrad

Start: 10.30h am Bahnhof Gernsbach

Ziel: gegen 17h am Kloster Lichtenthal Baden-Baden

Teilnehmerzahl: max. 14 Personen, für Männer und Frauen

Gern nehme ich eine Aufwandsentschädigung/ Energieausgleich von 15 €.

Anmeldung unter: 

Email: info@mensch-und-raum.eu  oder

Mobiltelefon: 0176 . 27 22 68 53

Teilweise laufen wir auf den Spuren des wunderbaren Projektes der Evangelischen Landeskirche Baden, dem Evangelischen Frauenpilgerweg PILGER.SCHÖN!

Die Streckenplanung dazu ist gerade im Bearbeitung. Weitere Informationen hierzu auf www.pilgerschoen.de und hier im Blog.


PILGER.SCHÖN_6 führt von Frauenalb bis Achern

Die Strecke 6 ist derzeit in der Planungs- und Begehungsphase – sie ist einfach wunderbar und sehr sehr vielseitig: 

Die Murg bei Gernsbach

Man kann fast sagen, dass an jeden der sieben Tage eine neue (Fluss-) Landschaft, fast eine neue „Welt“ erlaufen und erkundet wird. Ein Highlight in der Mitte der Strecke ist Baden-Baden, hierfür könnte frau im Pilger-Rucksack vielleicht auch schöne Schuhe, ein Sommerkleid und Lippenstift mitnehmen ;-).

Die Tour startet im Albtal mit dem Klosterpfad von Frauenalb nach Männeralb (bzw. natürlich Bad Herrenalb). Sie führt dann nach Gernsbach im Murgtal. Zum Kloster Lichtenthal geht es am 3. Tag und an der Oos entlang nach Baden-Baden. Der Kraftort Yburg kann besichtigt werden, danach laufen wir weiter nach Bühl/Bühlertal und treffen hier auf dem Friedensweg. Spannend ist dann Sasbachwalden und der kleine Sasbach. Wer noch zur Hornisgrinde und zum Mummelsee möchte, kann hier nochmal höher in den Schwarzwald steigen. Über das Brigittenschloss erreichen wir am letzten Tag Achern.

3-4 Grafengeschlechter und natürlich die Markgrafen und Markgräfinnen von Baden haben das Gebiet geprägt. Es ist interessant, ihre Geschichte zu verfolgen und ihre Spuren an den Kulturschätzen an und in den Kirchen, Rathäusern, Burgen und Brunnen zu verfolgen. 

Schön und interessant sind auch die vielen Sagen und Geschichten – Frauen spielen hierin sehr unterschiedliche Rollen:  Von der Hexe zur Prinzessin, zur Nixe und oft auch die geheimnisvolle Verführerin ist alles dabei. In der Trinkhalle Baden-Baden schließlich diese Legenden auf wunderschönste Art und Weise dargestellt.

Der Klosterpfad zwischen Frauenalb und Bad Herrenalb

Auffallend ist, dass es etliche Klöster und auch mehrere Frauenklöster in dieser Region gab. Das Franziskanerinnenkloster Erlenbad in Sasbach und auch das Kloster Lichtenthal sind noch aktiv. 

Anregende Naturorte sind auf dieser Strecke vorallem die höheren Berge und Kuppen, so können wir auf die Teufelsmühle, auf den Merkur bei Baden-Baden oder eben auf die Hornisgrinde steigen. Auch eine Anzahl Wasserfälle erfreuen auf dieser Tour. 

Die „Brandmatt“ bei Sasbachwalden ist ein bekanntes evangelisches Freizeithaus, es ist heute fast schon ein Erinnerungsort des Badischen Protestantismus.  

Über die „Illenau“, einer 1842 gegründete damals wegweisende ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt, und mit Informationen zur interessanten Persönlichkeit von Sophie von Harder beenden wir diese Frauenpilgerstrecke am Bahnhof von Achern. 

Die Illenau bei Achern

PILGER.SCHÖN_5 : Im Land der badischen Markgräfinnen

Der Evangelische Frauenpilgerweg Baden_5 führt Sie von Bruchsal nach Pforzheim. Die Planung ist fertiggestellt. Nun ist das Pilgerinnenhandbuch in Bearbeitung.

Die Rheinebene und Karlsruhe vom Turmberg aus gesehen.

Von der Stadt Bruchsal kommend laufen wir an der Hangkante der Rheinebene Karlsruhes‘ entlang und folgen dann dem Fluss der Alb ins Albtal hinauf. Ab Langensteinbach erfreuen wir uns dann an der hügeligen Landschaft bis nach Pforzheim, dem Tor zum Schwarzwald. 

In den Kirchen geben Christliche Gleichnisse bewegende Impulse zu unseren weiblichen Themen. Die 10 Jungfrauen in der Evangelischen Kirche Grötzingen zum Beispiel regen an zum Nachfragen an über das Verhältnis zwischen Mann und Frau und Gott.

Das Gleichnis der Zehn Jungfrauen in der Ev. Kirche Grötzingen

Herausragend sind auch die beiden „Frauen-Kraftorte“:  die St. Barbarakapelle bei Langensteinbauch sowie die Pankratius-Kapelle in Niebelsbach bei Pforzheim. 

St. Barbara-Kapelle Langensteinbach
Pankratius-Kapelle Niebelsbach

Diese Strecke führt uns natürlich auch wieder an schöne NaturOrte, wie z.B. die  Ungeheuerklamm. Auch können wir an manchen Stellen den Frauenkörper  im „Landschaftskörpers“ widergespiegelt sehen. 

Busen bei Busenbach…

Von Bruchsal bis Pforzheim stehen viele wunderbare Schlösser und dort bekommen wir spannende Einblicke in das Leben der badischen Markgräfinnen. Wie war ihr Leben, was haben Sie in ihrem Herrschaftsbereich bewegt? Welche Rolle hatten Sie in der Adelsfamilie und in der Gesellschaft und standen sie neben oder hinter oder ganz frei von dem in der Öffentlichkeit bekannteren Markgrafen?

Schloss Augustenburg in Grötzingen

Viel Freude beim Entdecken der wiederum siebentägigen Pilgertour !

Ein weiteres Pilgerinnenhandbuch ist fertiggestellt: PILGER.SCHÖN_3 : Von der BERGSTRASSE bis MANNHEIM ist nun erhältlich!

Von der natürlichen FRAUENKRAFT bei Laudenbach über den Madonnenberg bei Schriesheim zu den STARKEN FRAUEN von Mannheim.

Landschaftlich gesehen laufen wir vom Zusammentreffen des „mystischen“ Odenwalds mit der eher „verstandesgeprägten“ Rheinebene zum Zusammenfluss von zwei unterschiedlichen Flüssen bei Mannheim, dem Neckar und dem Rhein. Die Schlossanlage Schwetzingens schließlich, sie liegt in einer Verbindungsachse zweier Bergen, dem Königsstuhl bei Heidelberg und dem Kalmit im Pfälzerwald. 

Diese Pilgertour beginnt mit einem Mann. Anton Praetorius hat um das Jahr 1600 gegen die Hexenverfolgungen Fruchtbares bewirkt . Über einen ehemaligen Wallfahrtsweg und mystische, keltische Orte geht die Reise nach Hemsbach. Hier kann einiges über die Rolle der Frau im Judentum erfahren werden. Weinheim, das „Zentrum“ der Bergstraße erfreut mit wunderbaren Parkanlagen und alten Bäumen, interessanten Kurfürstinnen sowie schönen (Frauen-)Cafés. 

Weiter geht es immer weiter an der Bergkante entlang mit Aussicht in die Ebene, zu einem schönen ruhigen Ort: In der Ruine einer Jakobsbasilka befindet sich heute ein Friedhof, der eine besondere Atmosphäre hat. Über das Nachdenken zur Sage der Schlingenwaldhexe und eine katholische Wallfahrtskirche sowie einen wunderbaren Bibelgarten in Leutershausen kommen wir am Madonnenberg vorbei. Hier können wir vielleicht mit einer Blumengabe der im übertragenen Sinne „weiblichen Kraft“ einen Herzenswunsch anvertrauen. Durch Schriesheim geht es weiter nach Ladenburg. Hier ist die Kraft der sehr alten Stadt noch spürbar, hierzu ist auch der Besuch im Stadtmuseum empfehlenswert. Auch die resolute Bertha Benz ist hier eine Entdeckung und Überleitung zur pulsierende Metropole Mannheim mit vielen STARKEN FRAUEN in Geschichte und Gegenwart. Hier können Sie selbst wählen, wie Ihr persönliches Stadt-Pilgern aussehen soll und welchen Fokus Sie in der Vielzahl der interessanten Orte setzen. Der stilvolle Schlusspunkt dieser Strecke_3 ist schließlich die berühmte Schloss- und Gartenanlage von Schwetzingen. Hier im lauschigen englischen Landschaftsgarten kann frau die vielen unterschiedlichen Frauenorte, Frauenpersönlichkeiten und Frauenrollen sowie den eigenen, inneren, persönlichen Evangelischen Frauenpilgerweg Nr. 3 in Ruhe Revue passieren lassen. 

Vom 17. – 29. September 2021 wird diese schöne und interessante Strecke wieder mit einer Eröffnungstour eingeweiht werden.

Das Pilgerinnenhandbuch zu dieser auch kulturell interessanten Strecke kann beim Webshop der Evangelischen Kirche Baden (ekiba.de) bestellt werden.

Die Tour ist auch Online gestellt. Hier sind die Links auf Outdooractive.com für die sieben Tage:

Tag 1

https://out.ac/dJOgv

Tag 2

https://out.ac/dUSYK

Tag 3

https://out.ac/ees3X

Tag 4

https://out.ac/dJOjp

Tag 5

https://out.ac/dJOmr

Tag 6

https://out.ac/ees7p

Tag 7

https://out.ac/dCMdE

Viel Freude beim Entdecken!

Im Herbst schon an den Frühling denken!

Das Pilgerinnenhandbuch zur Strecke Wertheim bis Mosbach ist fertig!

Der Pilgerführer zum Evangelischen Frauenpilgerweg Baden durchs Taubertal, PILGER.SCHÖN_1 ist fertiggestellt. Das Pilgerinnenhandbuch können Sie wieder bei den Evangelischen Frauen in Baden bzw. bei der Evangelischen Landeskirche Baden unter folgenden Link bestellen:

https://shop.ekiba.de/pilger-schoen-706.html

Das Handbuch für Pilgerinnen enthält:

Dieses Mal 2 Strecken: 

Einmal die Strecke durch das wunderbare Taubertal 

sowie eine zweite Strecke durchs Madonnenländle. 

Vollständige Informationen zu den Strecken wie Kartenmaterial, Beschreibung der insgesamt ca. 80 points of interest (Orte der Weiblichkeit) und Wegbeschreibung zu den sieben Tagesetappen (im Taubertal) und vier Tagesetappen (durchs Madonnenländle)

sowie

. Spirituelle Impulse

. Gastronomieangebote

. Gastgeberverzeichnis

und  die Kirchenöffnungszeiten bzw. Kontaktadressen der Kirchen vor Ort.

Ich wünsche noch einen schönen Herbst, wunderschöne Weihnachten und wunderbare Pilgermomente im nächsten Jahr!

Eröffnungspilgern von PILGER.SCHÖN im KRAICHGAU

Von der Suche nach Weiblichkeit im Melanchthonhaus Bretten zum Sehen der eigenen Schönheit auf dem Ottilienberg bei Eppingen

 

Die dritte Eröffnungstour,  nun der Strecke PILGER.SCHÖN im KRAICHGAU, war wieder sehr schön: 31 Frauen pilgernden vom 13. bis 15. September bei schönstem Wetter durch das Land der 1000 Hügel, den Kraichgau.

In Ihrer Andacht sucht Anke Ruth-Klumbies, die Leiterin der Evangelischen Frauen in Baden, weibliche Spuren im Melanchthon-Haus: Wir werden fündig mit Barbara Reuter, als wahrscheinlich einzige weibliche historische Figur hier im Gebäude. Direkt vorne neben der Statue von Martin Luther sieht man sie in einem Wandgemälde mit Ihrem Sohn Philipp. Sie hatte einen maßgeblichen Einfluss auf ihren Sohn, hat ihn bestärkt und mit ihm oft intensiv über das Beten gesprochen.

Nach der Waldenser-Stadt Großvillars geht es am Freitag nachmittag durch die ersten Weinberge nach Oberderdingen hinab. Durch den Amthof und am Hexenturm vorbei, werden wir im Hotel herzlich von der Chefin im Dirndl empfangen.

Zum ersten Mal laufen wir auch nachts eine kurze Tour:  Im Vollmond-Licht gehen wir zur St. Peter-und-Paul-Kirche.  Auch das alte, teils gotische Gebäude scheint sich über unseren Besuch zu freuen, denn die Glocken klingen genau bei unserer Ankunft und unserem Verabschieden.

 

Im wie in einer Mulde gelegene Kürnbach, entdecken wir am Samstag morgen zwei historischen Frauenpersönlichkeiten: Zum einen die Kochbuchautorin ‚Löfflerin‘ und zum zweiten auch Frederike Hauffe, die Seherin von Prevorst. Die Kürnbacher Madonna, die auch in Wertheim an der Marienkapelle steht, erfreut uns im Chorraum der Michaelskirche. Michaelskirchen stehen meist erhöht, warum hier eigentlich in dieser ‚Mulde‘?

Sehr schön ist es jedesmal, mindestens eine Strecke schweigend zu gehen. So nähert sich jede Pilgerin dieses Mal der Ravensburg (bei Sulzfeld) in Stille. Ein tiefes Erlebnis für die Frauen. Nach der Vesperpause auf der Burg erfreut eine sehr schöne lange Waldwanderung.

Am Jägersee folgen wir einem schönen Impuls zum Element Wasser im christlichen Leben und segnen uns gegenseitig.  Die Ottilienkapelle sehen wir am nächsten Morgen, daher laufen wir am Samstag Abend erst am Fuß des Ottilienberges entlang, zum Hotel außerhalb Eppingens.

 

Am Sonntagmorgen schweigend zu gehen ist schon Tradition. So gehen wir jetzt über einen schönen Pfad hinauf auf den Ottilienberg zum Gottesdienst in der für uns geöffneten Ottilienkapelle. An diesem schönen, lieblichen, weiblichen Kraftort findet der Abschlussgottesdienst statt. Das Thema des heutigen Frauensonntags ist „Du bist schön“. Tiefgehende Worte und improvisierte Musik lassen uns unsere Innere und Äußere Schönheit fühlen!

Nach guter Pilgerinnen-Suppe mit Möglichkeit zu Kaffee und Kuchen in einem Eppinger Cafe müssen wir leider auseinandergehen. Manche Pilgerinnen sind sogar schon bei der ersten Strecke und zweiten Strecke dabei gewesen und freuen sich schon auf die 4. Eröffnungstour. Ein Ausblick: Sehr wahrscheinlich wird diese durch den Kirchenbezirk Weinheim-Ladenburg und zum dortigen Madonnenberg führen.

 

Ich freue mich, dass die Tour wieder ein Erfolg war und dass die  meine Erläuterungen zu MENSCHen UND LandschaftsRAUM im Kraichgau den Pilgerinnen eindrucksvolle Impulse gaben.

 

Strecke_4 : PILGER.SCHÖN im KRAICHGAU

Über 1000 Hügel durch das Urland des badischen Protestantismus zu Ottilia und Anna.

Auf 56 km führt diese Strecke in vier Tagen vom Melanchthonhaus Bretten zur Burg Steinsberg (bei Sinsheim). Im landwirtschaftlich geprägten Kraichgau finden wir viele interessante Orte zum Thema ‚Zeugnisse des Glaubens‘ und pilgern aber natürlich auch wieder zu eindrucksvollen weiblichen Spuren in Orten und Landschaften.

Von Bretten laufen wir zunächst zum Waldenserort Großvillars und dann über die erste sanfte Erhebung, das Derdinger Horn, nach Oberderdingen. Dort am Ortsrand zeigen sich Elisabeth und Maria in einer alten gotischen Kirche, die Peter und Paul gewidmet ist. Kürnbach finden wir gleich zwei Frauen, die Spuren hinterlassen haben: Die Kochbuchautorin Frederike Löffler sowie die Seherin Friederike Hauffe, die vor dem Rathaus mit einer Statue geehrt wird. Nun erschließt sich die weitere Strecke über drei markante Erhebungen: Die Ravensburg, der Ottilienberg mit Ottilienkapelle sowie die Burg Steinsberg, die unterwegs oft in der Ferne zu sehen ist. Dazwischen liegen die Stadt Eppingen mit ihrem Kirchhügel und Gemmingen, der Ort des alten Adelsgeschlechts Von Gemmingen. Diese haben sich sehr früh dem Protestantismus nahegefühlt und den Glauben in ihren Besitzungen verbreitet. Die St. Anna Kapelle an der Burg Steinsberg schließlich vermittelt uns wunderbare Ruhe sowie ein schönes In-Uns-Gekehrt-Sein und bildet so einen wunderbaren Zielpunkt der Tour.

 

Diese Strecke_4 wurde dieses Jahr konzeptioniert und geplant. Vom 13. -15. September fand die Eröffnungstour statt. Die Redaktion des Pilgerinnenhandbuches ist während des Spätjahres in Arbeit. Das Handbuch wird im Sommer nächsten Jahres erscheinen.

 

Vortrag zu Frauen-Orten und dem Frauenpilgerweg PILGER.SCHÖN

 

MENSCH UND RAUM wurde angefragt, einen Vortrag zu Frauen-Orten und zu PILGER.SCHÖN zu halten. 

Der Evangelische Frauenpilgerweg besteht ja sozusagen aus Frauen-Orten, die wie die Glieder eine Perlenkette aneinandergefügt sind und so einen Frauen-Weg ergeben. 

Der Vortrag gliedert sich in einen Theorie-Teil und einen Praxis-Teil mit Beispielen der bisherigen Strecken des Ev. Frauenpilgerweges.

Der Theorie-Teil beleuchtet die Herangehensweise von MENSCH UND RAUM zu Orten und wie man/frau! selbst einen Frauen-Ort erkennt. 

Der Vortrag wurde bisher in der Stiftskirche Bretten und beim Ev. Frauenkreis Rheinstetten gehalten.

Hat Ihre Frauengruppe ebenfalls Interesse? Ich komme gerne zu Ihnen und wir diskutieren anschliessend zusammen, welche Orte in IHRER Stadt die spezifischen Frauen-Orte sind!

Eröffnungspilgern von PILGER.SCHÖN_1

Foto: Ulli Naefken, Ekiba

Ende September fand die Eröffnungstour der ersten Strecke von PILGER.SCHÖN statt. 

40 Pilgerinnen, davon sehr viele Fans der ersten Eröffnungstour im letzten Jahr, fanden ihren Weg in die Friedenskirche Lauda, in der die Wochenend-Tour beginnt. 

Freitag: Ein schöner Eröffnungsgottesdienst und das herzliches Willkommen der Kirchengemeinde trugen die Pilgerinnen zum Stadttor Lauda (Bild oben)  hinaus. Ein leichter Höhenweg führt von hier nach Tauberbischofsheim. Das Legen eines gemeinsamen Herbstbildes und ein erstes Kennenlernen bringt die Frauengruppe als Gruppe zusammen. 

Bergab, einem kleinen Pfad folgend, erreichen wir  im Schweigen und im einzigen Regenschauer des Wochenendes-, die Stadtkirche St. Martin in Tauberbischofsheim.

Hier sind wir eingeladen an der St. Lioba-Abendandacht der katholischen Stadtgemeinde teilzunehmen. Wie wunderbar – eine evangelische Pilgergruppe nimmt am Festtag der St. Lioba, dem 28.September am katholischen Gottesdienst teil. Wir wurden sehr warm und herzlich empfangen und extra begrüßt. Die anschliessende Kerzenprozession zur St. Lioba Kirche gemeinsam zu begehen war der krönende Abschluss dieser ökumenischen Aktion. 

Foto: Birgit Weber, Ekiba

Samstag: Der nächste Tag beginnt in einem Hohlweg. Von Hochhausen (bei Tauberbischofheim) führt der Jakobsweg durch den Hohlweg „Alte Steige“ nach oben auf den Wanderweg.  Frauen sind RAUM-HALTERINNEN. Wir halten sozusagen immer automatisch den Raum zwischen den Personen in Familie und Arbeit, schauen, dass es allen gut geht. Ein Hohlweg ist wie ein Symbol dafür. Wir legen im Geiste unseren Frauen-Körper über den Landschaftskörper und sehen dabei auch, dass ein Hohlweg ebenso wie ein GEBURTSKANAL angesehen werden kann. Er weitet sich oben und hier begehen wir die Morgenandacht.

Am Naturschutzgebiet Apfelberg entlang – der nichts mit Äpfeln zu tun hat, wie uns der ehemalige Forstrevierleiter sagt – ist der nächste Stop die Maria-Hilf-Kapelle. Das präsente Thema der MUTTER-TOCHTER-BEZIEHUNG  kann hier beleuchtet werden – die Kapelle wurde von einer Mutter gebaut, die Maria für die Heilung ihrer Tochter dankte. 

Die Burg Gamburg wartet nun auf uns. Die Führung von Herrn von Mallinckrodt ist ein Erlebnis. Die liebevolle Kaffee und Kuchentafel im Garten von Frau Mallinckrodt ebenso. Eigentlich will die Gruppe einfach nur an diesem wunderbaren Ort bleiben. 

Nach einem Impuls zur Melusine läuft die Gruppe langsam und schweigend bis zum Kloster Bronnbach. Die beeindruckende Anlage lädt zur Besichtigung des Kreuzganges, des Abteigartens oder auch einfach zu einem Cappuccino in der Orangerie ein. 

Abends, nach dem Abendessen wartet noch ein besonders Highlight auf die Gruppe – Pilgertänze werden angeleitet und ausprobiert. Die Füße werden so nochmal zu etwas ganz anderem eingeladen. Die Musik und die Frauen-Atmosphäre sind wunderbar!

Foto: Ulli Naefken, Ekiba

Sonntag: In der Jakobskirche Urphar freuen wir uns an einer Sonntag-Morgen-Andacht mit dem Thema Frauen rund um Jesu Kreuzigung – denn in der Kirche steht der „Lächelnde Christus“. Hat das Lächeln etwas mit der Fürsorge der Frauen zu tun?

Auf dem Höhenweg nach Wertheim befindet sich ein starker Kraftort, der zum Spüren und Innehalten einlädt. In Stille gehen wir dann den Weg an der Burg Wertheim vorbei – zu unserem Endpunkt, der Stiftskirche Wertheim. Mit einem interessanten Impuls zur Barbara von Wertheim, der Herrscherin, die in Wertheim die Reformation voran brachte, und einem wunderbaren Pilger-Mittagessen endet diese zweite Eröffnungspilgertour. Alle wollen sich gleich fürs nächste Jahr anmelden !

Das PILGER.SCHÖN – Team wurde dieses Jahr von den lokalen Bezirksfrauenvorsitzenden Frau Kuhn, Tauberbischofsheim (im Bild ganz links) und Frau Kachel, Wertheim, wertvoll unterstützt.

Foto: Birgit Weber, Ekiba