Neuer Raum für MENSCH UND RAUM

 

Das Bürofahrrad vor dem Eingangstor.

 

Seit dem 1. August

ist das Büro MENSCH UND RAUM

umgezogen in eine schöne Bürogemeinschaft

zusammen mit Peter Valovic, Architekt und Stadtplaner.

Sie finden uns in der Bahnhofstraße 120 in Weingarten (Baden).

PILGER.SCHÖN_1 im MADONNENLÄNDLE

Zwischen Billigheim und Sulzbach

Die zweite Strecke – durchs Madonnenländle– von Mosbach zum Frauenberg (bei Lauda-Königshofen) kann man mit vier Hauptbegriffen beschreiben:

WEIBLICHE ORTE . AKTIVE FRAUEN . NATURORTE . THEMA ERNÄHRUNG

Die Strecke ist wunderbar naturbelassen und führt uns zu wunderschönen Natur-Orten und alten Bäumen.

Bildstöcke, kleine Kapellen und Wegkreuze zeugen von der früheren Volksfrömmigkeit und charakterisieren die Landschaft.

In der landwirtschaftlich geprägten Region spielt das Thema Ernährung eine große Rolle: Vorbei am Anbau von Grünkern und Emmer, Bio-Bauernhöfen, einer Mühle (von sehr sympathischer Frau betrieben) und gemeinschaftlich betriebenem Dorf-Gasthaus und –Brauerei, können wir Nahrung richtig er-fahren bzw. er-laufen. – Apropos, diese Tour kann auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.  Auffallend viele aktive Frauen (Künstler-in, Politiker-in, weibliche Herrscherinnen in der Geschichte, Unternehmer-in und weitere) wohnen und wirkten hier. Inspiriert und staunend, dass sie die Gegend so dynamisch gestalten,  sehen wir die Weiblichkeit auch an kulturellen und heiligen Orten wiedergespiegelt: zwei eindrucksvolle besondere Dorfkirchen mit weiblicher Ausstrahlung, Göttinnen im Römermuseum, eine Stadtgründerin aus der Frankenzeit sowie ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster mit interessantem Marien-bzw. Frauenaltarbild…..).

Die Tour ist erfreulich „entschleunigend“. Also für eine Frauen-Pilgertour und zur Innenschau sehr gut geeignet.

PILGER.SCHÖN_1 im TAUBERTAL

Die Tauber bei Gamburg,
Foto: Ulli Naefken

Die erste Route durchs Liebliche Taubertal führt uns nun durch eine Landschaft mit weichen „weiblichen“ Landschaftsformen – eine beliebte Weinanbauregion.

Auf dieser Tour erfahren wir die verschiedensten Facetten der Weiblichkeit  die sich an interessanten heiligen, kulturellen und natürlichen Orten zeigen:

Wehrkirchen sind hier eine Besonderheit: Der Weg beginnt an der „weiblichen“ Wehr-Kirche in Oberschüpf beim Frauenberg und endet an einer „männlichen“ Wehr-Kirche in Urphar bei Wertheim.

Wenn wir beim Frauenberg (FRAUENWESEN) bei Lauda-Königshofen auf das Taubertal treffen, ist es sehr breit. Frau sieht die Tauber kaum. Nach Tauberbischofsheim, zwischen Werbach und der Burg in Gamburg wird das Tal enger und der Fluß ist nun deutlicher und prägnater wahrnehmbar. Kloster Bronnbach mit dem barocken Abteigarten (PARITÄT) liegt hier in einer kleinen Aufweitung des Flusstales.

Unterwegs begegnen wir drei tollen (historischen) Frauenfiguren: St. Lioba (AUSSTRAHLUNG)  als Stadtpatronin von Tauberbischofsheim, der Sagenfigur der Tauber,  Melusine (SELBSTBESTIMMUNG), sie ist vorallem zwischen Gamburg und Kloster Bronnbach „präsent“. Und Barbara von Wertheim (WEIBLICHE AUTHORITÄT) als gebildete und tatkräftige Regentin und Reformatorin in und um Wertheim.

Niklashausen ist ein evangelischer Ort inmitten der vielen katholisch geprägten Ortschaften. Hier gibt es, obwohl keine Frau, die interessante Geschichte des Niklas Pfeifer (SOZIALE GERECHTIGKEIT), den „Tauberdom“ und eine beeindruckende kleine Höhle (ERDVERBUNDENHEIT) zu erforschen.

Die Stadt Wertheim ist reich an Frauen-Orten und auch -Geschäften und hat neben den imposanten Kirchen ein besonderes Highlight: Das Grafschaftsmuseum mit einem Frauenzimmer und einem Kabinett der Bilder von Otto Modersohn und besonders seiner dritten Frau: Louise Modersohn-Breling.

Diese Strecke ist für sechs bzw. sieben Tage geplant und verläuft größtenteils auf den gut ausgebauten Wegen des Jakobsweges / Panoramaweges Taubertal.

 

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Anmeldung zum Eröffnungspilgern 2018

… auch zur Hl. Lioba in Tauberbischofsheim

Die erste Strecke des Evangelischen Frauenpilgerweges Baden wird bald feierlich eröffnet! :

Das Auftaktpilgern findet vom  28. – 30. September 2018  statt.

Das Pilgern und die Frauengemeinschaft beginnen am Freitag nachmittag in  Lauda-Königshofen. Am Sonntag endet die Tour dann in Wertheim.

 

Als kleiner Vorgeschmack: Drei besondere Frauen laufen dieses Mal sozusagen mit uns:

Die Heilige Lioba aus Tauberbischofsheim (siehe oben im Bild)

Die Melusine, Sagenfigur des Taubertals

und Barbara von Wertheim, eine tolle, starke Frau, die die Reformation in Wertheim und Umgebung maßgeblich vorangebracht hat.

 

Hier im Flyer steht das genaue Programm der drei Tage:

Flyer 2018_PILGER.SCHÖN

und hier geht es direkt zur Anmeldung:  Evangelische Frauen in Baden

 

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Gedanken zum Frauenpilgerweg

 

 

Gedanken zum Frauenpilgerweg

 

Ich gehe

in meiner Weiblichkeit

sie zu erforschen

bin ich unterwegs

 

sanfte Hügel

schlängelndes Wasser

Bäume und wieder erwachendes Grün

 

ist es das hingebende und lauschende

das für Gerechtigkeit und Wahrheit eintretende

das forschende und ausharrende

 

mir begegnet

die Schönheit der Vielfalt

das mütterlich Gebärende und die Verletzlichkeit

 

Stille breitet sich aus

etwas heilt und wandelt sich

während meine Füße

den Weg der Frauen gehen

 

 

sabeth hornberger    

im April 2018 nach einem gemeinsamen Pilger-Tag                                                                                                                        

 

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Der Frühling ist da – der Pilgerführer ist bereit!

 

Der Pilgerführer zur 2. Strecke des Evangelischen Frauenpilgerweges PILGER.SCHÖN ist fertig.

Sie können ihn bei den Evangelischen Frauen in Baden unter folgenden Link bestellen:

http://www.evangelische-frauen-baden.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&cataktuell=&m=27617&artikel=15269&stichwort_aktuell=&default=true

Das Handbuch für Pilgerinnen enthält

Vollständige Informationen wie Kartenmaterial, Beschreibung der rund 40 points of interest (Orte der Weiblichkeit) und Wegbeschreibung zu den sieben Tagesetappen (durchschnittlich 12,3 km lang)

sowie

. Spirituelle Impulse

. Gastronomieangebote

. Gastgeberverzeichnis

und  die Kirchenöffnungszeiten bzw. Kontaktadressen der Kirchen vor Ort.

 

 

 

 

 

Ich wünsche weiterhin einen schönen Frühling und wunderbare Pilgermomente!

 

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Fernsehbeitrag zu PILGER.SCHÖN

In der  Reihe „Ein Himmel über Baden“ des Senders BW Family TV wurde ein schöner Betrag zum Projekt des Evangelischen Frauenpilgerwegs  gedreht.

Frau Ruth-Klumbies als Initiatorin und Auftraggeberin gibt Erläuterungen zum Projekt.  Als Teammitglied PILGER.SCHÖN bin ich im Beitrag  Pilger-Expertin und Pilgerin und wandere und klettere durch die Margaretenschlucht bei Neckargerach und zur der  Liebfrauenkirche in Neckarkatzenbach.

Margaretenschlucht

Hier der Link zur Sendereihe: Der Beitrag läuft direkt zu Beginn der Folge 61:

http://www.bwfamily.tv/programm/programmarchiv.php?q=Himmel+über+Baden&sendereihe=

 

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Bewegte Freude und interessante Stille bei der Eröffnungspilgertour PILGER.SCHÖN_2

Vom 15. – 17. September 2017 fand die offizielle Eröffnungstour des Frauenpilgerweges PILGER.SCHÖN statt. Diese Wochenendtour für vierzig Frauen (der Rest steigt aus dem einfahrenden Zug auf dem Foto hier

Foto: Ulli Naefken, Ekiba, – der männliche Pilger der Tour

gleich aus) aus dem gesamten Gebiet der Badischen Landeskirche führte von Neckargerach nach Heidelberg.

Am Treffpunkt Bahnhof Neckargerach versammelten sich die Pilgerinnen zur Eröffnungsandacht unter der Krone eines Mammutbaumes. Bei genauerer Betrachtung und im Vergleich mit den Bäumen in der Umgebung könnte man interpretieren, daß genau dieser Baum einen weiblichen Charakter hat. Mit den Nadeln des Baumes wurde ein natürliches Kreuz geformt und Vertreterinnen aus den drei beteiligten Dekanaten gaben Denkanstöße zum Pilgern und zur wunderbaren Wortschöpfung des „PILGER.SCHÖN“.

Foto: Ulli Naefken, Ekiba

Die Internetseite der Evangelische Landeskirche schreibt über die Pilgertour:

http://www.evangelische-frauen-baden.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&cataktuell=&m=23388&artikel=14151&stichwort_aktuell=&default=true

 

Die Pilgerinnen selbst geben beim Gehen und bei den gemeinsamen Mahlzeiten viele glückliche Rückmeldungen:

  • Einige freuen sich an der Entdeckung, dass man/frau auch an „weltlichen“ Orten wie zum Beispiel der Minneburg Gott ganz nah sein kann.
  • Baumfiguren und -interpretation im Wald werden gerne angenommen: es finden sich interessantes Symbolisches in der Schöpfung für den eigenen Weg
Foto: Ulli Naefken, Ekiba
  • Für viele ist es das erste Mal „pilgern“. Große Freude gibt es, dass nun einen Pilgerweg ganz in der Nähe besteht. Alleine würden sich viele nicht auf den Weg machen und sind dankbar und freudig, dass es eine organisierte Tour gibt.
  • Die Pilgerinnen freuen sich an den schönen und gleich in die Tiefe gehenden Gesprächen über den Glauben.  Der vorbereitete Weg wird so begangen und genossen und der Fokus kann sich nach endlich nach innen richten.
  • Beim spontanen Begehen einer Kirche auf dem Weg entsteht neben dem Programm auch Eigenes der Pilgerinnen: Der Kirchenraum wird selbst entdeckt. Neugierig und anders sehend treten Bilder, Symbole und Ornamente in den Mittelpunkt, wenn das Wort schwiegt. Gerne mehr davon wünsche sich Viele.
  • Das Programm der Pilgerinnentänze, Massagen und Befindlichkeitsrunden am Abend schaffen eine wunderbare Gemeinschaft, die alle trägt und umhüllt.

 

Sehr besonders und beseelend war der Weg zum Abschlußgottesdienst in der Handschuhsheimer Friedenskirche, die auch das Ziel der 1. Strecke von PILGER.SCHÖN ist. Ein Beginn des Sonntags in Stille, ohne gesprochenes Wort. In der Uhrzeit von neun bis halb elf läuten dazu natürlich auch alle Glocken der Stadt und begleiten die Gruppe auf dem stillen „Schweizer Weg“, einem Nebenpfad des Philosophenweges. Interessant ist, dass zum kompletten Ankommen in der Gruppen-Stille fast eine Stunde nötig ist. Die Gedanken und das erstmal Fremde – das „ sich nicht unterhalten“ sind dann wirklich zur Ruhe gekommen und die Gruppe fühlt sich als gehende Einheit an.

Die Pilgerinnen sind ein wesentlicher Punkt des Sonntagsgottesdienstes unter dem Motto „ Mit leichtem Gepäck“. So wird ihnen am Haupteingang der Friedenskirche ein wunderschöner weiblicher Empfang gegeben.

Foto: Corinna Lochmann

Der schöne und innovative Gottesdienst mit abschließendem Gang über die „Himmelsleiter“ im Kirchenraum gaben einen wunderschönen Abschluss der Auftaktveranstaltung.

Die Gruppe teilte das letzte Pilgerinnenmahl aus Kürbis und Apfel – war der Apfel symbolisch gedacht? – und viele wollen sich gleich für die Eröffnung der nächsten Strecke von PILGER.SCHÖN Ende September 2018 anmelden.

 

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Artikel zu PILGER.SCHÖN in „ekiba intern“

In der Mitarbeitendenzeitschrift ekiba intern der Evangelischen Landeskirche Baden erschien in der Juli/August – Ausgabe 2017 ein Artikel über PILGER.SCHÖN mit dem Titel:

„ZU SICH SELBST FINDEN… auf dem neuen badischen Frauenpilgerweg“

Ekiba intern 6/2017

Die Autorin Judith Weidermann hat die Auftraggeberinnen der Evangelischen Frauen in Baden und Corinna Lochmann als Planerin des Weges interviewt. Die Zusammenarbeit mit der Autorin war sehr angenehm und so ist auch der Artikel ist sehr gelungen und macht Lust, gleich loszulaufen…

Hier der Link zum Download der Ausgabe Ekiba intern 6/ 2017, der Artikel steht auf den Seite 8 – 10:

http://www.ekiba.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&m=31&artikel=10018&cataktuell=284

oder hier der Artikel auf der Internetseite der Ekiba – Evangelische Landeskirche in Baden:

http://www.ekiba.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&cataktuell=&m=16515&artikel=13917&stichwort_aktuell=&default=true

 

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Ökumeneweg Karlsruhe-Hagsfeld

An einem Sonntag Ende Mai 2017 erkundete ich mit Freunden den Ökumeneweg im Karlsruher Stadtteil Hagsfeld.

Ökumeneweg in Karlsruhe-Hagsfeld

Insgesamt fanden wir den Themenweg zur Ökumene, der selbstverständlich im Reformationsjahr 2017 eingeweiht wurde, sehr gelungen.

Hier der Link zum Weg    https://www.oekumeneweg.de

In den knapp ein-einhalb Stunden Gehzeit bietet er durch seine Auseinandersetzung mit fundamentalen Werten des Menschseins unmittelbar eine Ablenkung vom Alltagsgeschehen. Dem Sonntag einen Sinn geben diese Worte gingen uns bei dieser unserer sonntäglichen Beschäftigung durch den Kopf – dazu ist der Weg wie prädestiniert! Die Alltagsgedanken lassen wir von Station zu Station immer mehr hinter uns und gewinnen tatsächlich ein Gleichgewicht in unseren inneren und äußeren Zuständen.

In Hagsfeld etwas Neues entdecken – das hat uns Freude gemacht. Vorallen aber bietet der Weg eine gute Anregung, um mit vertrauten Menschen gemeinsam über den Glauben und das Essentielle zu sprechen.

 

Wozu möchte MENSCH UND RAUM noch  anregen?

Als Planerin interessierte mich natürlich die Verbindung der jeweiligen Themen der Stelen (Liebe, Gott, Sonntag, Ruhe, Zuversicht… ) mit dem Ort/ der Position, an dem die Stele steht ( am Waldrand, an der Fabrikfassade, am Fluss, auf eine Verkehrsinsel…)  Teilweise waren diese Kombinationen sehr gelungen, zum Beispiel hier https://www.oekumeneweg.de/sonntag

Die Stelen geben Worte von Autoren und auch der Bibel aus den letzten 2000 Jahre wieder. Es sind viele wundervolle Weisheiten dabei!  Die Sprachfindungen könnten noch zeitgemäßer sein und so weitere Zielgruppen abholen und für den Weg und die Erfahrung mit ihm öffnen.

Sitz-Orte zum Austausch: Die Stelen stehen im öffentlichen Raum, man steht vor ihnen. Jede einzelne bietet schöne Möglichkeit zur Reflektion und zum Austausch mit Anderen zum jeweiligen Thema.   Das Laurentiuscafé bietet auf jeden Fall eine schöne Möglichkeit zum Gespräch miteinander.   Angenehme Aufenthaltsmöglichkeiten in Form von Bänken oder ähnlichem  in unmittelbarer Nähe der Stelen wären noch das Tüpfelchen auf dem i.